
Die Psalmen als Schule des Dankes und der Anbetung
„Lobe den HERRN, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!"
Wenn wir an Lobpreis denken, denken viele zuerst an Musik, Instrumente und Lieder im Gottesdienst. In den Psalmen ist Lobpreis jedoch viel mehr: eine innere Haltung des Herzens. Es geht darum, wer Gott ist, was er getan hat und wie wir darauf antworten.
Lobpreis ist die bewusste Entscheidung, Gott groß zu machen – mitten in Freude, aber auch mitten in Schwierigkeiten. Die Psalmen zeigen: Anbetung ist der Ort, an dem sich unser Blick von uns selbst auf Gott verschiebt.
Viele Lobpsalmen folgen einem ähnlichen Muster. Am Beispiel von Psalm 103 können wir drei Schritte erkennen:
Dieses Muster hilft auch uns: Wir erinnern uns bewusst an Gottes Taten – persönlich, in der Gemeinde und in der Heilsgeschichte.
Lobpreis in den Psalmen ist niemals leer oder oberflächlich. Er hat klare Gründe:
Die Psalmen laden uns ein, konkret zu werden: echter Lobpreis zählt die Wohltaten Gottes.
Auffällig ist: Manche Lobpsalmen entstehen nicht in perfekten Umständen, sondern in Not. Gerade dann wird Lobpreis zu einem Akt des Vertrauens. Der Psalmist sagt damit: „Meine Umstände sind schwer – aber Gott ist größer."
So wird Lobpreis zu geistlichem Kampf: Wir entscheiden uns, Gottes Wahrheit höher zu stellen als unsere Gefühle.
HERR, mein Gott, du bist würdig, gelobt zu werden. Vergib mir, wo ich deine Wohltaten vergessen habe. Erfülle mein Herz mit neuer Dankbarkeit und mit Freude an dir. Hilf mir, dich nicht nur im Gottesdienst, sondern mitten im Alltag zu preisen – in Worten, in Liedern und durch mein Leben. Du bist gut, und deine Gnade währt ewig. In Jesu Namen, Amen.
Psalm 95 • Psalm 96 • Psalm 100 • Psalm 103 • Psalm 145 • Hebräer 13,15
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